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Die Herkunft der Vertriebenen


Die Flüchtlinge und Vertriebenen, die ab 1945 in die vier Besatzungszonen gelangten (das Gebiet entspricht den Grenzen der Bundesrepublik Deutschland ab 1990), hatten ihre Heimat in weiten Teilen Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Viele waren bereits 1939/40 infolge des Hitler-Stalin-Paktes zwangsumgesiedelt worden. Dazu zählten die Deutschen aus den Baltischen Staaten, Teilen der Sowjetunion oder Gebieten Südosteuropas wie Bessarabien. Die Meisten waren in den deutsch besetzten Gebieten Polens angesiedelt worden. Die größten Gruppen von Vertriebenen stammten aus den ehemaligen deutschen Provinzen Ostpreußen, (Hinter-)Pommern und Schlesien, aus dem östlichen Brandenburg, der Stadt Danzig, dem ehemaligen Westpreußen und aus der Tschechoslowakei. Weitere Flüchtlinge kamen aus Ungarn, Jugoslawien und Polen. Was ihre Herkunftsgebiete angeht, so waren die Vertriebenen nicht gleichmäßig über Deutschland verteilt. Dies hatte vor allem geographische Gründe: Die Vertriebenen aus Südosteuropa kamen meist in Süddeutschland an, die Sudetendeutschen in Bayern, Hessen und Sachsen, die Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostprovinzen in der Sowjetischen oder der Britischen Besatzungszone, die über die Ostsee aus Ostpreußen, Danzig oder Pommern Geflüchteten oft in Schleswig-Holstein.