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Aussiedler und Spätaussiedler

Von 1950 bis heute siedelten etwa 4,5 Millionen deutsche Aussiedler und Spätaussiedler in die Bundesrepublik Deutschland über. Sie kamen aus den ehemaligen deutschen Ostprovinzen im heutigen Polen, Rumänien, Ungarn sowie dem ehemaligen Jugoslawien, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion.

Während sich die Integration der Aussiedler seit den 1950er Jahren bis etwa 1980 mit Hilfe von Eingliederungsmaßnahmen unauffällig vollzog, verstärkten sich in den folgenden Jahrzehnten aufgrund der großen Zuzugszahlen Vorurteile und Vorbehalte, obwohl die Aussiedler und Spätaussiedler weitgehend gut ausgebildet sind, eine positive Altersstruktur aufweisen und als fleißig und integrationswillig gelten. Es gibt viele Beispiele gelungener Integration im sportlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereich. Herausragend ist beispielsweise die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller.

Spätaussiedlern stehen heute kostenlose Sprachkurse und berufspezifische Aufbaukurse zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch Beratungsdienste für Erwachsene und Jugendliche. Projektangebote des Bundes, der Länder und der Kommunen unter Mitwirkung der Wohlfahrts- und Vertriebenenverbände sowie privater Projektträger gewährleisten die Integration. An der Beratung und Betreuung der heutigen Aussiedler beteiligen sich die Landsmannschaften und Landesverbände des BdV.