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Deutschland nach dem Krieg

Am Ende des Zweiten Weltkrieges lag Deutschland physisch und moralisch in Trümmern. Auf der Potsdamer Konferenz im Sommer 1945 bekannten sich die Siegermächte USA, Sowjetunion und Großbritannien zur gemeinsamen Verantwortung für Deutschland. Sie verständigten sich über politische Ziele wie Entmilitarisierung und Demokratisierung. Die Konferenz traf auch territoriale Absprachen, die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung zu stellen. Abschnitt XIII des Abschlussprotokolls betraf die "ordnungsgemäße Überführung deutscher Bevölkerungsteile" aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn. Diese sollte in "ordnungsgemäßer und humaner" Weise erfolgen. Der Text spiegelte die seit etwa 1941 sowohl von den Alliierten geplanten als auch seitens der tschechoslowakischen und polnischen Exilregierungen geforderten Vertreibungen der Deutschen wider. Von "humaner" Form war am Ende keine Rede mehr. Die im Zuge des Kalten Krieges einsetzende rapide Verschlechterung der Beziehungen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führte zum Auseinanderdriften der Westzonen und der Sowjetischen Besatzungszone und schließlich zur staatlichen Teilung in die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik. Daran gekoppelt war der unterschiedliche Umgang mit Flüchtlingen und Vertriebenen.