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Vertriebene heute

Die Zahl derer, die Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg noch selbst miterlebt haben, nimmt ab. Kulturelle und soziale Unterschiede zwischen Familien mit und solchen ohne Vertreibungserfahrung sind nach und nach in den Hintergrund gerückt.

Der Trauer der Vertriebenen um die erlittenen Verluste steht als Trost gegenüber, dass Geschichte und Kultur der Deutschen aus Osteuropa heute in vielen Bereichen der deutschen Gesellschaft intensiver wahrgenommen, bewahrt und gepflegt werden. In staatlichen und kommunalen Einrichtungen, an den Universitäten und Volkshochschulen, im Geschichtsunterricht der Schulen, im kirchlichen Bereich und in den Medien gibt es ein zunehmendes Interesse. Als Flaggschiffe, vor allem in Bezug auf die wenigen dinglichen Hinterlassenschaften, fungieren die Ostdeutschen Landesmuseen. Ihr Auftrag ist die Pflege des kulturellen Erbes, das Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945 in die neu entstandene Gesellschaft eingebracht haben. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Vertreibungen im Kontext der deutschen und europäischen Geschichte stellt auch weiterhin eine gesellschaftliche Aufgabe dar.