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Ab dem 

21. März 2012

im Kronprinzenpalais in Berlin, Unter den Linden

 

Mit dieser Ausstellung führt die Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN drei Ausstellungen zu einer Trilogie  zusammen, die sie seit 2006 innerhalb von fünf Jahren erarbeitet und jeweils einzeln in Berlin vorgestellt hat.

Heimat und Heimatverlust durch Vertreibungen unterschiedlichster Art sowie der mühsame Neuanfang in einer abwehrenden, oft gar feindseligen Umgebung sind zentrale Themen dieser Trilogie.

Der größte Teil der von Umsiedlung, Flucht und Vertreibung betroffenen ca. 15 Millionen Deutschen hatte bis Kriegsende seine Heimat im Osten des früheren Deutschen Reiches, wie es seit dem Ersten Weltkrieg bestand. Heute gehören diese Gebiete zu Polen und Russland. Auch die Deutschen, die außerhalb dieser Gebiete in ganz Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie der ehemaligen Sowjetunion ihre Heimat hatten, waren von Vertreibungen, Repressionen und Deportationen betroffen. Rund 4,5 Millionen von ihnen haben mit ihren Angehörigen ab 1950 Aufnahme als Aussiedler, bzw. Spätaussiedler in Deutschland gefunden.

Die Ausstellung zeigt nicht nur deutsche Schicksale, sondern in Solidarität und Anteilnahme auch die  Vertreibungsschicksale anderer europäischer Völker. Sie  setzt damit das Signal, dass Vertreibung immer ein menschenrechtswidriges Verbrechen ist.
In einem großen Bogen umreißt diese Trilogie die weitgehend unbekannte Heimat der deutschen Volksgruppen außerhalb des Deutschen Reiches mit ihrer Siedlungsgeschichte (Die Gerufenen 2009), die Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts (Erzwungene Wege 2006) sowie die Integration der deutschen Vertriebenen und Aussiedler seit 1945 (Angekommen 2011).

Die Zusammenfassung der drei Teile zeigt, welch großer Anstrengungen und Leistungen es bedurft hatte, in der Fremde zu siedeln und welch traumatische und gewaltsame Erfahrungen Flucht und Vertreibung nach den beiden Weltkriegen über die Deutschen und andere Volksgruppen in ganz Europa brachten. Doch vor allem wird offensichtlich, welche Macht die Erinnerung an den Heimatverlust über viele Lebenswege nach 1945 hatte.

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Hier gelangen Sie zur website der Ausstellung ERZWUNGENE WEGE: 

erzwungenewege.z-g-v.de/

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Hier gelangen Sie zur website der Ausstellung DIE GERUFENEN:

www.ausstellung-diegerufenen.de